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Eisdecke auf Wasserstraßen: Eisbrecher und Tauwetter - bald wieder freie Fahrt auf Kanal

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Noch können auf dem Mittellandkanal nur Eisbrecher fahren. Anfang der Woche wird sich das jedoch voraussichtlich ändern.

Nach wochenlanger Sperrung wegen dicker Eisschollen könnte der Mittellandkanal am Montag wieder für den Schiffsverkehr freigegeben werden. Eventuell werde eine Öffnung ab Mittag möglich sein, sagte Marcel Bremer, der beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Elbe die Außenstelle Niegripp (Jerichower Land) leitet. 

Im Tagesverlauf waren Eisbrecher auf dem Kanal unterwegs. Die beiden Schiffe "Büffel" und "Wolf" des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Lauenburg brachen gemeinsam mit je 1.100 PS die letzten Eisschollen auf dem Mittellandkanal im Bereich Haldensleben. 

Entspannung und Tauwetter in Sicht

"Wir sind jetzt in einer Entspannungsphase", sagte Bremer. Die Eisbrecher zerkleinerten die Schollen. Wenn das Wetter mitspiele, werde das Eis auch nachts nicht wieder zusammenfrieren. Dann komme es noch darauf an, dass der Eisabtransport klappe. Das bedeutet, dass sich kein Eis an Schleusen aufstauen und erneut Hindernisse bilden darf.

Das Wetter dürfte für Entlastung sorgen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagt für die kommenden Tage eine "nachhaltige Milderung" voraus. Schon am Samstag werden in Sachsen-Anhalt Höchstwerte zwischen 8 und 10 Grad erwartet. Am Sonntag sind sogar Spitzenwerte bis 13 Grad möglich. 

Seit Ende Januar hatte das eisige Wetter für Einschränkungen auf den Wasserstraßen gesorgt. Auf dem Mittellandkanal bildete sich laut Bremer eine geschlossene Eisdecke mit 20 bis 30 Zentimetern Dicke. So extrem wie diesen Winter sei es 20 Jahre lang nicht mehr gewesen, sagte Bremer. 

Elbe-Havel-Kanal bleibt noch gesperrt

Während auf dem Mittellandkanal eine Entwarnung in Sicht ist, bleibt der Elbe-Havel-Kanal vorerst weiter gesperrt. Die Eisverhältnisse dort ließen eine Freigabe nach wie vor nicht zu, sagte Bremer.